Glücksspielbehörde geht seit Juli 2022 gegen schwarze Schafe unter den Casino-Betreibern vor Ohne gültige Lizenz ist Online-Glücksspiel nach wie vor illegal
§ 1 KWG sind Kreditinstitute Unternehmen, die Bankgeschäfte gewerbsmäßig oder in
| Anforderungsbereich | Konkrete Nachweispflicht | Zuständigkeit Prüfung |
|---|---|---|
| Zuverlässigkeit | Polizeiliches Führungszeugnis, Wirtschaftsauskunft, ggf. Glücksspiellizenzhistorie | GGL bzw. Landesbehörde |
| Finanzielle Leistungsfähigkeit | Jahresabschlüsse, Eigenkapitalnachweis, Liquiditätsplan | GGL |
| Gewerberechtliche Erlaubnis | Gewerbeanmeldung in Deutschland, ggf. Handelsregisterauszug | Lokales Gewerbeamt |
| Technische Sicherheit & Compliance | Zertifikat nach Technischen Richtlinien (z.B. TR 5.1.1), Konzept zum Jugendschutz | GGL & zugelassene Prüfstelle |
einem Umfang betreiben, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.
- Glücksspielaufsichtsbehörden der Bundesländer (z.B. Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder – GGL)
- Interstate Treaty on Gambling 2021 (Glücksspielstaatsvertrag – GlüStV 2021)
- Erlaubnis zum Betrieb von Online-Casinos (virtuelle Spielautomaten und Tischspiele)
- Lizenz für Sportwetten (sog. Sportwetten-Konzession)
- Online-Poker-Lizenz (als Teil der Casino-Lizenz oder separat reguliert)
- Zertifizierung der Spielsoftware und Zufallszahlengeneratoren (RNG)
- Anforderungen an den Jugendschutz und Spielerschutz (z.B. Sperrsysteme wie OASIS)
Als Bankgeschäfte erfasst werden u.
Wie beantragt man eine Glücksspiellizenz?
Der GlüStV enthält in § 4 Abs. 1 GlüStV einen Erlaubnisvorbehalt für öffentliche Glücksspiele. Danach dürfen öffentliche Glücksspiele nur mit staatlicher Erlaubnis veranstaltet oder vermittelt werden. In § 4 Abs. 4 GlüStV ist zudem das Totalverbot für Internetglücksspiele geregelt.
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Hiernach sind das Veranstalten und das Vermitteln öffentlicher Glücksspiele im Internet gänzlich verboten. § 4 Abs. 5 GlüStV den Eigenvertrieb und die Vermittlung von Lotterien sowie die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet erlauben. Dieses staatliche Alleinveranstaltungsrecht besteht in seinen Grundzügen jedoch nicht erst seit Inkrafttreten des GlüStV, sondern mit Unterbrechungen seit mehr als einem Jahrhundert.69 Allerdings führt erst der heutige Grad an fortschreitender Globalisierung und Digitalisierung sowie der zunehmende Einfluss finanzstarker „Player“ am Markt dazu, dass das Glücksspielmonopol hinterfragt wird. Der Staat scheint nicht mehr der einflussreichste Beteiligte zu sein.
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Die illegalen Online-Glücksspiel-Angebote erfolgen fast ausschließlich durch Anbieter mit Sitz im Ausland. Dies vornehmlich in Steuer- und Rechtsoasen wie Gibraltar, Malta und der Ilse of Man.70 Von diesen Ländern beziehen die Anbieter sogleich ihre Lizenzen. In diesen EU-Mitgliedstaaten sind deren Angebote also legal. Die in den Heimatstaaten der Online-Glücksspielanbieter erteilten Glücksspiel-Lizenzen entfalten in Deutschland jedoch keine Legalisierungswirkung.71 Der EuGH hat in der Entscheidung Markus Stoß ausgeführt, dass wenn in einem Mitgliedstaat rechtmäßig ein staatliches Glücksspielmonopol errichtet worden ist, „jede Verpflichtung zur Anerkennung einer Erlaubnis, die privaten Veranstaltern mit Sitz in anderen Mitgliedstaaten erteilt wurde, allein aufgrund der Existenz eines solchen Monopols per se ausgeschlossen ist.“72 Gleiches gilt für Lizenzen des Landes Schleswig-Holstein für eine Tätigkeit in den anderen Bundesländern.73 Neben den in der Europäischen Union lizensierten Angeboten gibt es eine Vielzahl von Anbietern aus Übersee. Dazu zählen Länder wie Kanada und die USA. a.
- Steuerliche Behandlung (5 % Umsatzsteuer auf Spieleinsätze gemäß GlüStV)
- Abgaben an die Länder für Suchtprävention (Glücksspielabgabe)
- Regionale Unterschiede in der Lizenzvergabe (z.B. strenge Regelungen in Sachsen-Anhalt)
- Übergangsregelungen für Alt-Anbieter (Bestandsschutz bis zur Neulizenzierung)
- Ausschluss von Glücksspielen mit besonders hohem Suchtpotential (z.B. Online-Spielautomaten außerhalb des Lizenzrahmens)
Einlagengeschäfte, Kreditgeschäfte oder Depotgeschäfte.94 Das 2009 eingeführte Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz
Liste der Top Spielotheken in Deutschland
Auf die Einordnung der beliebtesten Zahlungsinstrumente soll an dieser Stelle kurz eingegangen werden: Banken sind gem. § 39 Kreditwesengesetz (KWG) Unternehmen, die in Deutschland eine von der BaFin erteilte Banklizenz besitzen. Unter einer Banklizenz versteht man die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften. Vollbanklizenzen ermöglichen die Vornahme von Bankgeschäften jeglicher Art. Teilbanklizenzen hingegen berechtigen nur zu bestimmen Geschäften.93 Ursprünglich war die Erbringung von Zahlungsdiensten nur Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten nach den Vorschriften des KWG vorbehalten. (ZAG) hat mit den Zahlungsinstituten eine neue Institutskategorie eingeführt.
- Antragsverfahren bei der zuständigen Behörde des Bundeslandes (Heimatbehördenprinzip)
- Nachweis der Zuverlässigkeit der Antragsteller (Führungszeugnisse, wirtschaftliche Lage)
- Gebühren für die Lizenzierung (u.a. Antragsgebühr, jährliche Gebühren)
- Dokumentation der Geldwäscheprävention (Maßnahmen nach GwG)
- Nachweis eines gesicherten Kundengelderkontos (Treuhand- oder Sperrkonto)
- Technische Prüfung der Plattform (IT-Sicherheit, Datenschutz)
Seit Inkrafttreten des ZAG können Zahlungsdienste also auch von Zahlungsinstituten erbracht werden, die keine Banken sind.
Und was ist mit Lotto und Sportwetten?
Diese sind naturgemäß nicht den europäischen Verbraucherschutzstandards unterworfen, anders wie es bei den innerhalb der EU niedergelassenen Anbietern der Fall ist. Die Möglichkeit, auf derartige Angebote auszuweichen, ist ein zentraler Einwand gegen das derzeitige Regelungskonzept durch den GlüStV. Etwa wird kritisiert, dass Anbietern und Spielern von Online-Glücksspielen keine Möglichkeiten oder Anreize geboten würden, vom grauen Markt in den legalen Markt überzusetzen.74 Die einflussreichsten Glücksspielunternehmen 2017 waren laut der jährlichen „Power 50“-Liste des Branchenmagazins eGaming Review der britische Online- und Sportwetten-Anbieter „bet365“75 mit Sitz in Gibraltar, der irische Wettanbieter „Paddy Power Betfair“ mit Sitz in Dublin76 und die GVC Holdings77 mit Sitz auf der Isle of Man. Da die Anbieter meist im Ausland sitzen und z. T.
A. Online-Glücksspiel in Deutschland
durch ausländische Jurisdiktionen oder anderer am Prozess Beteiligte geschützt werden, gestaltet sich eine Durchsetzung des Internetverbots aus § 4 Abs. 4 GlüStV als schwierig und ist lange unterblieben.78 Lange bestanden entweder keine (aussichtsreichen) Zugriffsmöglichkeiten oder es fehlte schlichtweg an ausreichender Motivation.79 Dies führte zur Kritik. „Vollzugserfolge der zuständigen Ordnungsbehörden bei der Durchsetzung des Verbots für Internet-Glücksspiel sind bislang kaum zu verzeichnen und werden etwa auf parlamentarische Nachfragen auch eingestanden. Bereits im Januar 2010 hat der damalige Innenminister des Freistaats Thüringen in einer Konferenz in Brüssel wörtlich erklärt, dass das Internetverbot nicht wirklich funktioniere. Im selben Jahr haben Vertreter der Bezirksregierung Düsseldorf von der faktischen Unmöglichkeit der Verwaltungsvollstreckung gegenüber ausländischen Rechtsverstößen und von Umsetzungsproblemen der aufsichtführenden Behörden gesprochen.“80 „Erfolgreiches Financial Blocking durch die Zuständige Landesbehörde Niedersachsens ist indes bis mindestens 2015 nicht erfolgt.
Was ist der Unterschied zwischen einer GGL-Lizenz und einer Länderlizenz?
Diese Untätigkeit, die wesentlich zur heutigen Wirkungslosigkeit des deutschen GlüStV beiträgt, hat eine Reihe von Gründen, darunter die schwierige eindeutige Benennung von in Deutschland lizensierten Anbietern, welche durch Finanzinstitute und Zahlungsdienstleister bedient bzw. nicht bedient werden dürfen. […] Die Überwachung von Transaktionen, die im Zusammenhang mit Glücksspielen und ausländischen Anbietern stehen, wurde von den staatlichen Behörden auf die am Zahlungsverkehr Beteiligten abgewälzt. […] [Hier ist] ein Interessenkonflikt bei den beteiligten Finanzdienstleistern zu verzeichnen: Das Gewinnstreben dieser privaten Unternehmungen steht dem umsatzgefährdenden Maßnahmenvollzug entgegen.“81 Der GlüStV liefert den Glücksspielaufsichtsbehörden mit § 9 Abs. 1 S. § 1 Abs. 1 ZAG zählen zu den Zahlungsinstituten neben Zahlungsdienstleistern, d.
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3 Nr. 3 und 4 GlüStV die Möglichkeit, die Veranstaltung, Durchführung und Vermittlung von Glücksspielen und deren Bewerbung sowie die Durchführung von Zahlungsaktivitäten im Zusammenhang mit unerlaubten Glücksspielen durch die Zahlungsdienstleister und Banken zu untersagen.82 Die Aufsichtsbehörden sind, anders als zuvor lange Jahre kritisiert, nunmehr nicht mehr inaktiv. Die Unterlassungsverfahren bilden heute den Hauptteil der glücksspielrechtlichen Judikatur der Verwaltungsgerichtsbarkeit.83 Gleichwohl setzt die Anwendung dieser Vorschriften grundsätzlich voraus, dass unerlaubtes Glücksspiel durch die zuständigen Glücksspielaufsichtsbehörden festgestellt und den Anbietern bekanntgegeben wurde. Damit ist ein bestandskräftiger Verwaltungsakt der jeweils zuständigen Glücksspielaufsicht erforderlich. Ist dieser unanfechtbar geworden, kann die Glücksspielaufsicht entsprechende Unterlassungsverfügungen erlassen.84 Neben den von Steinmetz und Fiedler erwähnten praktischen Problemen birgt das Verfahren somit die Gefahr, zeitintensiv zu sein.
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Darüber hinaus ist mit einer Untersagungsverfügung nicht sichergestellt, dass die ausländischen Unternehmen den Vorgaben der deutschen Glücksspielregulierung auch Folge leisten. Die Online-Angebote werden jedenfalls nicht weniger. Eine zentrale Rolle beim Online-Glücksspiel spielen Banken, Kreditkartenunternehmen und Internet-Bezahldienste. Da es sonst keine Möglichkeit für Spieler gäbe, Einsätze zu tätigen und Gewinnauszahlungen zu erhalten, ist ohne die Erreichbarkeit der Glücksspielanbieter über den internationalen Zahlungsverkehr ein (nicht reguliertes) Online-Glücksspiel-Angebot faktisch unmöglich.85 In der Diskussion um illegales Online-Glücksspiel wird nur selten darüber aufgeklärt, dass Zahlungsdienstleister, welche die Zahlungen zwischen den Spielern und Online-Glücksspielanbietern abwickeln, an diesen selbst mitverdienen. Bereits die Umsatzzahlen der Online-Glücksspielanbieter bzw.
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die Marktgröße beim Online-Glücksspiel verdeutlicht, welche Summen tagtäglich transferiert werden müssen.86 Für die deutschsprachigen Internetseiten sind Kreditkartenzahlungen, Überweisungen/Lastschriften und Internetbezahldienste wie PayPal, Klarna, Skrill und Paysafe die dominierenden Zahlungsarten. Dabei sind die Gebühren für cas casino deutschland grenze schweiz eine Zahlungsabwicklung im Zusammenhang mit Online-Glücksspiel im Vergleich zur Zahlungsabwicklung in anderen Geschäftsfeldern überdurchschnittlich hoch.87 Etwa erhebt die Postbank für das Bezahlen in Wettbüros, Casino-Betrieben und Lotteriegesellschaften mit der Postbank-Kreditkarte eine Gebühr von 2,5 % auf den Umsatz, mindestens aber 5,00 EUR pro Zahlung.88 Die Commerzbank-Tochter Comdirect erhebt sogar 5 % Gebühr vom Umsatz für den Karteneinsatz in Spielkasinos, bei Lotteriegesellschaften und in Wettbüros.89 Hinzu kommen können noch Vergütungen, die die Zahlungsdienstleister der Glücksspielanbieter für ihre Leistungen erhalten, wie etwaige Risikoaufschläge für überdurchschnittliche „Chargeback-Quoten“ (Stornierung der Kreditkartenzahlung) im Kreditkartengeschäft.90 Dabei hat der Finanzskandal um die sog. „Paradise Papers“ das Ausmaß der Finanzströme zwischen Banken und den in Deutschland illegal operierenden Online-Glücksspielanbietern erst ans Licht gebracht.91 Steinmetz und Fiedler führen zur Rolle der Zahlungsdienstleister aus: „Neben der Ermöglichung des Spielbetriebs für Konsumenten kann das intransparente Konstrukt internationaler Glücksspielzahlungen nicht zuletzt der organisierten Kriminalität zur Geldwäsche dienen. Das Mitwirken deutscher Banken an der Zahlungsabwicklung stellt dabei wahrscheinlich eine Beihilfe zur Veranstaltung unerlaubten Glücksspiels oder gar den Straftatbestand der Geldwäsche dar.“92 Wenn im Fortgang dieser Arbeit von Banken oder Zahlungsdienstleistern gesprochen wird, so soll dies ein generelles Synonym für alle beim Online-Glücksspiel verwendbaren Zahlungsinstrumente bzw. Zahlungsinstitute sein.
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